RBB Abendschau 22.09.2012: Demo gegen Mietenpolitik und Sozialkürzungen

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RBB Inforadio – Nahaufnahme 20.09.2012: Rentner im Ausnahmezustand

Nahaufnahme – Die Reportage

Seit knapp drei Monaten ist der Seniorentreff in der Stillen Straße 10 nun bereits besetzt. Der Bezirk hatte angekündigt, das Haus wegen leerer Kassen verkaufen zu müssen, doch das wollen sich die Rentner nicht gefallen lassen. Kurzerhand zogen sie in die Villa ein und machten so weltweit auf sich aufmerksam….

Vollständiger Text auf inforadio.de

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rbb ZIBB 20.09.2012: Entscheidung im Rentner-Protest von Pankow

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Radiokampagne Berlin 19.09.2012: Stille Straße 10, wie geht es weiter?

Radiokampagne Beitrag: Stille Straße 10, wie geht es weiter? (via freie-radios.net)

Kurzbeschreibung:
Die Senior_innen, die seit dem 29. Juni ihr Seniorenzentrum besetzen, warten auf die morgige Entscheidung am Donnerstag, da dann darüber verhandelt wird, ob das Haus ein freier Träger übernimmt oder ob das Haus auf den Finanzmarkt verschleudert wird.

Weitere Infos zur Sendung unter http://freie-radios.net/50886

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Liebe Unterstützer und Unterstützerinnen der Stillen Straße,

VIELEN DANK für Ihre Unterschrift für den Erhalt unserer Seniorenbegegnungsstätte. Insgesamt 11.717 Menschen haben allein im Internet die Petition unterschrieben, über tausend weitere Unterschriften sind uns in die Begegnungsstätte gebracht worden oder sogar direkt im Haus mit netten Gesprächen und Solidaritätsnoten überreicht worden.

Am Mittwoch dem 29. August während der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) wurde die Petition dem Pankower Bürgermeister überreicht, auf dieser Sitzung wurde auch entschieden sich um freie Träger für die Seniorenbegegnungsstätte zu bemühen. Wir sind gespannt auf das Ergebnis, welches uns nun auf dem Finanzausschuss am 20. September ab 17.15 mitgeteilt wird. Die Stille Straße ist der größte der Tagesordnungspunkte und wir hoffen auf eine rege Teilnahme der Öffentlichkeit. Der Ausschuss tagt in der Musikschule in Berlin-Weißensee, in der Bizetstr.41.

Für den 22. September rufen wir dazu auf zusammen mit den Mieterinitiativen Kotti & Co und den „Palisaden Panthern“ aus der Palisadenstrasse die Demonstration unter dem Motto „Wir bleiben alle“ anzuführen. Wir möchten Euch dafür gewinnen, uns bei dieser Aktion zu unterstützen und uns zu begleiten. Treffpunkt ist der U-Bhf Eberswalder Straße Ecke Pappelallee um 16.00 Uhr. Eingeladen zur Teilnahme sind auch alle Betroffenen von Kürzungen und Mieterhöhungen. Wir wollen Krach schlagen gegen Sozialabbau, Verdrängung und den Ausverkauf der Stadt!

Einladungsschreiben (PDF)

Ihre und die Solidarität vieler anderer hat uns viel Mut gemacht, dafür nochmals herzlichen Dank. Gemeinsam mit Ihnen sind wir gespannt auf die Entscheidungen der Bezirksverordneten von Pankow.

Die Besetzerinnen und Besetzer der Stillen Straße

Terminhinweise:

Do. 20.09.2012, 17:15 Uhr: Finanzausschuss der BVV
Bizetstr. 41, Musikschule Berlin-Weißensee

Sa. 22.09.2012, 16:00 Uhr: große „Wir bleiben alle“-Demo
U-Bhf Eberswalder Straße, Berlin

Weitere Informationen:
http://pankowsolidaritaet.wordpress.com/
http://wirbleibenalle.org/

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Briefaktion: Gemeinsamer Aufruf zur Beteiligung an der WBA-Demonstration am 22.09.2012

Aufruf als PDF-Datei

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ColoRadio Dresden 03.09.2012: Brigitte von den Besetzerinnen der Stillen Strasse zu Stand und Perspektiven

ColoRadio Beitrag: Brigitte von den Besetzerinnen der Stillen Strasse zu Stand und Perspektiven (via freie-radios.net)

Kurzbeschreibung:
In der Stillen Straße in Berlin Pankow gibt es einen Seniorentreff, dessen Nutzer_innen durch eine Besetzung desselben für einigen Wirbel gesorgt haben. Wir sprachen mit Brigitte über Ziel und Perspektiven der Besetzung. Zuerst wollten wir wissen, was aktuell im Seniorentreff passiert.

Weitere Infos zur Sendung unter http://freie-radios.net/50702

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ColoRadio Dresden 03.09.2012: Zum Kontext der Besetzung des Seniorentreffs „Stille Strasse“

ColoRadio Beitrag: Zum Kontext der Besetzung des Seniorentreffs „Stille Strasse“ (via freie-radios.net)

Kurzbeschreibung:
– Stand der Dinge Sommer 2012
– Vernetzung der BesetzerInnen
– Debatte zu Perspektiven zwischen Rentnern, Autonomen,…

Weitere Infos zur Sendung unter http://freie-radios.net/50701

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Do 20.09.2012: Sitzung des Finanzausschusses der BVV Pankow

Am Donnerstag wird der Finanzausschuss der BVV Pankow das Ergebnis des Interessenbekundungsverfahrens verkünden, in dem eine Übernahme der Stillen Straße 10 durch freie Träger geprüft werden sollte. Um nochmals mit Nachdruck für ihr Anliegen zu protestieren, rufen die Senioren alle Unterstützer und Sympathisanten zur Teilnahme an der Sitzung auf, die um 17.15 Uhr im großen Veranstaltungssaal der Musikschule in der Bizetstraße 27 stattfindet.

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Sa 22.09.2012 16 Uhr: Krachdemo „Wir bleiben alle! Mittendrin statt außen vor!“

Ge­mein­sam gegen So­zi­al­ab­bau, Ver­drän­gung und den Aus­ver­kauf der Stadt! – Für selbst­be­stimm­te, selbst­ver­wal­te­te, so­li­da­ri­sche und un­kom­mer­zi­el­le Räume!

Ber­lin ist kalt ge­wor­den. An die Stel­le so­zia­ler und kul­tu­rel­ler Frei­räu­me ist die Ver­wer­tung der Stadt ge­tre­ten. Fehl­kal­ku­lier­te Groß- und Pres­ti­ge­pro­jek­te, Be­bau­ungs­kam­pa­gnen für Mau­er­park und Tem­pel­ho­fer Feld, die Ent­schei­dung für mil­li­ar­den­schwe­re Ban­ken­ret­tungs­schir­me, Räu­mung von Haus­pro­jek­ten mit Po­li­zei­groß­auf­ge­bo­ten und Par­ty­bür­ger­meis­ter mit grü­nen Schnap­pi­kro­ko­di­len im Ge­sicht, für all dies scheint genug Platz in der „krea­ti­ven“ Me­tro­po­le. Doch an die Stel­le des­sen was frü­her an­er­kann­tes Grund­be­dürf­nis war, tritt heute das „Pro­dukt“ und was sich nicht rech­net oder aus­rei­chend zahlt fliegt aus der „Kos­ten-​Leis­tungs-​Rech­nung“ des Ber­li­ner Se­nats, dem Er­fül­lungs­ge­hil­fen neo­li­be­ra­ler Po­li­tik.

Fun­da­men­tal in Frage ge­stellt sind Frei­räu­me für Kin­der, Ju­gend­li­che, Se­nio­rIn­nen, für die „ein­fa­che“ Mie­te­rin oder schlicht­weg den un­kom­mer­zi­el­len All­tag. Sie wer­den in einem Maße weg­ra­tio­na­li­siert und ver­drängt, wel­ches den so­zia­len Zu­sam­men­halt und den so­li­da­ri­schen Aus­gleich ge­fähr­det.

Gleich­zei­tig wird der öko­no­mi­sche Druck auf jedeN Ein­zel­nen er­höht, die Woh­nungs­kos­ten stei­gen, die Löhne sta­gnie­ren und pre­kä­re Nied­rig­lohn­ver­hält­nis­se wer­den zur Nor­ma­li­tät am Ar­beits­markt. Die Kon­se­quenz: Kein Platz sich ge­mein­sam so­li­da­risch zu or­ga­ni­sie­ren, aber jede Menge „in­di­vi­du­el­ler“ Pro­ble­me am Hals.

Die po­li­tisch Ver­ant­wort­li­chen er­klä­ren hier­bei tag­täg­lich ihren Bank­rott und die ei­ge­ne Un­fä­hig­keit. Ein­zi­ge Ant­wor­ten und tag­täg­li­ches Man­tra auf Fra­gen wie so­zia­ler Woh­nungs­bau oder die Schlie­ßung von Stadt­teil­bi­bio­the­ken, kul­tu­rel­len Ein­ri­chun­gen und Se­nio­rIn­nen­be­geg­nungs­stät­ten: „Wir haben doch kein Geld! Es tut uns Leid. Wir kön­nen da doch auch nichts ma­chen. Der Markt wird es rich­ten. Macht doch mal ein Pro­jekt! Und: Schreibt doch mal ein Kon­zept!“.

Dem schließt sich der schwin­del­er­re­gen­de Über­gang zu ver­wal­te­ri­schen und bü­ro­kra­ti­schen Akten an, der letz­ten Trutz­burg staat­lich ab­ge­si­cher­ten Han­delns: hier eine Raz­zia im mo­der­nen „Tan­te-​Em­ma-​Lä­den“ dem Spät­kauf, dort die Be­ar­bei­tung der Lärm­be­schwer­de zur Be­schleu­ni­gung des Club­st­er­bens und ganz all­täg­lich, mal wie­der die Zwangs­räu­mung einer Hartz IV-​Emp­fän­ge­rin oder sogar gan­zer Fa­mi­li­en.

Ne­ben­bei wird das Ta­fel­sil­ber der Stadt preis­ge­ge­ben, weil das kurz­fris­tig Geld bringt oder die In­ter­es­sen der ei­ge­nen Kli­en­tel be­dient. Für die Meist­bie­ten­den ver­steht sich, auch wenn es am Ende heißt einen Wa­gen­platz auf die Stra­ße trei­ben zu „müs­sen“. Für das so­zia­le Rest­an­se­hen der Ver­ständ­nis­vol­len unter den Dorf­schul­zen, wird zu Baum­be­pflan­zun­gen bzw. kol­lek­ti­vem Un­krautent­fer­nen auf­ge­ru­fen oder „nen bi­schen Kunst“ vor den Kar­ren ge­spannt. Die Bäume läßt man sich schen­ken, die Kunst vom Au­to­mo­bil­her­stel­ler spon­sern, ein­zi­ge pro­duk­ti­ve Tä­tig­keit hier­bei „Bänd­chen durch­schnei­den und Fah­nen hoch­zie­hen“.

Es gilt an­de­re Zei­chen zu set­zen! Da die Stadt immer tie­fe­ren so­zia­len Ein­schnit­ten zum Opfer fällt, und die In­ter­es­sen von Kin­dern, Ju­gend­li­chen, Se­nio­rIn­nen, Mie­te­rIn­nen, Mi­gran­tIn­nen, Ge­ring­ver­die­nen­den, Ob­dach-​ und Ar­beits­lo­sen und pre­kär le­ben­den Künst­le­rIn­nen keine Be­rück­sich­ti­gung fin­den, gilt es eine ei­ge­ne Lobby zu bil­den. Un­se­re Kon­se­quenz aus der ak­tu­ell vor­herr­schen­den Po­li­tik ist, das En­ga­ge­ment in der Stadt­teil­in­itia­ti­ve, die so­li­da­ri­sche Selbst­hil­fe und Ge­gen­öf­fent­lich­keit, krea­ti­ve Ak­tio­nen und die Bil­dung ei­ge­ner po­li­ti­scher Netz­wer­ke und Rat­schlä­ge von unten und jen­seits par­la­men­ta­ri­scher Or­ga­ni­sie­rung zu schaf­fen

Ge­mein­sam ent­wi­ckeln wir Stra­te­gi­en gegen diese Po­li­tik! Bei­spie­le dafür sind die Platz­be­set­zung am Kott­bus­ser Tor und der Bra­che in der Cu­vry-​Stra­ße, die Be­set­zung der Se­nio­rIn­nen­be­geg­nungs­stät­te in der Stil­len Stra­ße 10, der Flücht­lings­streik am Hein­rich­platz, die Kam­pa­gne gegen Zwangs­um­zü­ge oder die kon­ti­nu­ier­li­che Stadt­teil­ar­beit in den In­itia­ti­ven. Wir sind in der Lage, neue So­li­da­ri­tä­ten jen­seits des nor­ma­len Po­li­tik­be­triebs zu er­schaf­fen. De­mons­tra­tio­nen sehen wir als Mit­tel uns mit­ein­an­der be­kannt zu ma­chen, uns ken­nen­zu­ler­nen, uns un­ter­ein­an­der Gehör zu ver­schaf­fen und zu zei­gen wie viel­fäl­tig unser En­ga­ge­ment ist.

Wir de­mons­trie­ren am Sams­tag den 22. Sep­tem­ber mit einer Krach­de­mo durch Mitte und Prenz­lau­er Berg! All die En­ga­gier­ten wol­len wir auf­ru­fen mit uns zu de­mons­trie­ren und rufen euch ent­ge­gen: WER­DET SICHT­BAR! Es ist un­se­re Demo! Kommt mit uns auf die Stra­ße und for­dert mit uns eine an­de­re mög­li­che Stadt. Laßt uns mit­ein­an­der or­ga­ni­sie­ren. Packt Krach­werk­zeu­ge, eure Pa­ro­len, Schil­der ein und setzt mit mit uns ein lau­tes und un­miß­ver­ständ­li­ches Zei­chen.

Am Sonn­tag, den 23. Sep­tem­ber fin­det dann ab 13 Uhr die Demo gegen die Gen­tri­fi­zie­rung des Tem­pel­ho­fer Felds statt. Wir de­mons­trie­ren er­neut für den Er­halt die­ses gran­dio­sen Frei­raums und gegen die Zer­stö­rung durch De­si­gner-​Park und Be­bau­ung .

Wir blei­ben alle & Co

Wenn ihr euch mit uns auf die Demo vor­be­rei­ten und mit­or­ga­ni­sie­ren wollt, kommt zu den ge­mein­sa­men Tref­fen don­ners­tags 19 Uhr in der Kir­che von Unten (KvU) in der Krem­me­ner Stra­ße 9-11 (Mitte, Nähe Mau­er­park).

Fra­gen stel­len und Auf­ruf mit­zeich­nen geht per Mail: blei­ben (ät) riseup.​net

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