Sa 08.09.2012 16 Uhr: Theater im besetzten Seniorenclub Stille Straße

Der Gedanke, dass Senioren Alten- und Freizeitheime besetzten und sich auf diese Weise gegen Immobilienspekulationen zur Wehr setzten, wurde schon vor ein paar Jahren ernsthaft durchgespielt, immer wieder – auf der Theaterbühne.

„Feierabendrebellen“ hieß das Stück, gespielt von der Theatergruppe OstSchwung, die zu Deutschlands ältestem Seniorentheater gehört, dem Berliner Theater der Erfahrungen, gegründet 1980.

Vor zwei Jahren wurde das Theaterstück abgesetzt – seit zwei Monaten spielt es im wahren Leben: Rentnerinnen und Rentner besetzen die Seniorenbegegnungsstätte Stille Straße in Berlin-Pankow, um für deren Erhalt und für ihre Vorstellungen eines selbstbestimmten Un-Ruhestandes zu kämpfen – der Bezirk will das sanierungs-bedürftige Haus verpachten oder verkaufen, bekommt 20 Prozent vom Erlös. Toll!
Wieviel das sein wird, weiß im Moment niemand. Noch toller!

Die Alten von der Theatergruppe OstSchwung, die vor politischen Themen nicht zurückschrecken, lächeln milde: schon in ihrem Theaterstück steckte der Investor letztlich zurück und man einigte sich gütig. Alte können eben zäh sein, aus Erfahrung – auch wenn die Zeiten mal nicht rosig sind:

„Ach du liebes bisschen!“ heißt dann auch ihr selbst entwickeltes Theaterstück, mit dem sie klar machen, dass Einsicht manchmal schmerzhaft sein kann aber Visionen unverzichtbar sind: nicht nur in Amtsstuben, auch im wahren Leben, in der Liebeund überhaupt:

Samstag, 8. September, 16 Uhr
Seniorenclub Stille Straße 10
13156 Berlin-Pankow

Der Eintritt ist frei, um Spenden für die BesetzerInnen wird gebeten.

Quelle: Theater der Erfahrungen

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BVV Pankow 29.08.2012






Quelle: http://www.ufocomes.de + Twitter

Weitere Fotos gibt es z.B. hier.

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RBB Abendschau 29.08.2012: Bleiben bis der Bagger kommt

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Impressionen vom Aktionstag in der Stillen Straße 10 mit den Jugendlichen des Jugendclubs „Kurt Lade“

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Doris Syrbe (via Change.org): Nur noch 24 Stunden

In 24 Stunden entscheidet sich die Zukunft unserer Stillen Straße.

Gemeinsam mit Ihnen haben schon über 9.000 Menschen die Petition zur Rettung der Seniorenbegegnungsstätte unterschrieben! Sie haben mit Ihrer Unterschrift dafür gesorgt, dass wir unser Ziel von 10.000 Unterschriften fast erreicht haben.

Wir werden die Petition diesen Mittwoch auf der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Berlin-Pankow übergeben und die Politiker öffentlich bitten, unsere Begegnungsstätte nicht zu schließen – jedoch fehlen uns noch die letzten Stimmen.

Können Sie uns dabei helfen, bis Mittwoch 10.000 Unterschriften zu sammeln, in dem Sie die Petition auf Facebook teilen oder die E-Mail unten weiter leiten.

Der morgige Tag ist für uns alle sehr nervenaufreibend, da auf der Bezirksverordnetenversammlung über die Zukunft der Stille Strasse 10 entschieden wird. Die Unterstützung der Öffentlichkeit hilft uns jedoch sehr; sie gibt uns Kraft, die Besetzung unserer Begegnungsstätte von mehr als 50 Tagen durch zu halten. Dafür möchten wir uns schon jetzt ganz herzlich bedanken.

Natürlich sind Sie alle zur Teilnahme an der Petitionsübergabe am 29. August eingeladen. Die öffentliche BVV-Anhörung findet um 17 Uhr in der Fröbelstrasse 17, Haus 6 statt. Ab 16.30 Uhr sind wir alle vor Ort und es wird sogar ein kleines Kulturprogramm geben.

Bitte helfen Sie uns, unser Ziel von 10.000 Unterschriften zu erreichen, in dem Sie die Petition auf Facebook teilen oder die E-Mail unten weiter leiten.

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Doris Syrbe und die anderen SeniorInnen

——– E-Mail zum Weiterleiten an Freunde und Bekannte ——–

Hallo,

Ich habe die Petition „Senioreneinrichtung in der Stille Straße muss bleiben!“ unterzeichnet und möchte Dich um Deine Unterstützung bitten.

Unser Ziel ist es, 10.000 Unterschriften zu erreichen und damit wir das schaffen brauchen wir Deine Unterstützung.

Jetzt klicken, mehr über die Petition erfahren und unterschreiben: http://www.change.org/stillestrassebleibt

Vielen Dank!

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Stille Strasse: „Das bleibt unser Haus“

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Rentner als Hausbesetzer (Hörzu)

Rentner als Hausbesetzer (Hörzu)
Quelle: Facebook

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RBB Abendschau 23.08.2012: Stille Straße demonstriert an der Bannmeile

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23.8.2012 (Stille Straße) Senioren debattieren im Parlament

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Fr 24.08.2012 16 Uhr: Aktionskunst von Klaus Rudolf

Quelle: Berliner Zeitung

Alles ist Kunst, sogar die Wut
Documenta-Dependance mit Senioren-Aktion

Der Dadaismus aus guter alter Berliner Dada-Zeit feiert Urständ: Klaus Rudolf, Aktionskünstler, Begründer der gefürchteten Kunst-Partei und von Experten gern der „dienstälteste Dadaist Deutschlands“ genannt, hat für kommenden Freitag mit Akteuren im Seniorenalter eine fiktive Documenta-Dependance in Pankow vorbereitet.
Sie soll, so die Absicht, einen großen Bogen nach Kassel auf die 13. Ausgabe der 100-Tage Weltkunstschau (bis 16. 9.) und vor allem zu einem Kunstwerk von Lara Favarotte schlagen: zu einem riesigen Schrottberg, zu dem Aktionist Rudolf der berühmte Satz von Joseph Beuys einfällt: „Alles ist Kunst“. Also auch das Kuriose. Und sogar die Wut, wie Rudolf in seiner fotografisch festgehaltenen Aktion einer jugendlichen Seniorin mit Frisbeescheiben (Abb. oben) betonen will.
Diese ungewöhnliche Aktion nämlich gilt insbesondere dem jüngst berühmt gewordenen besetzten Kulturtreff in Pankow, deren aufsässige Insassen – die beharrlich bis stur der bösartigen Gentrifizierung ihres Domizils trotzen – einmal vom üblichen Basteln, Singen, Tanzen abgelenkt und mit den Akteuren der Weltkunst verbunden werden sollen. Einen so unterhaltsamen wie lehrreichen virtuellen Trip verspricht Rudolf all jenen, die, ohne extra reisen zu müssen, mit Kunst kommunizieren möchten, die ihre Wurzeln nicht im Sozialistischen Realismus, sondern in so bürgerlichen Bewegungen wie Dadaismus und Fluxus hat. Das müsste doch, glaubt der Künstler, Augenschmaus für renitente Senioren sein, eine Documenta-Dependance als zeitgenössische Besucherschule á la Bazon Brock. (ir.)

Pankow. Besetzter Seniorenclub, Stille Str. 10. Geplante Aktion von Klaus Rudolf und Kampfgefährten am 24.8., 16 Uhr.

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